Kandidat*innen 2016

Ihre Stimme am 6. März für:

Unsere Kandidat*innen der Liste 3 – Bündnis 90 / Die Grünen

  1. Dagmar Emig-Mally
  2. Monja Maria Germann
  3. Leonhard Emig
  4. Sabine Ruff
  5. Alice Vay
  6. Anja Dascher
  7. Oliver Ettel
  8. Benjamin Schlecht-Kazandzhiev
  9. Gisela Malcomess
  10. Heinz Wendel
  11. Brigitte Steuer
  12. Ilse Krüger-Lülfing
  13. Reinhard Jahn
  14. Thomas Contag

Erklärung zu Kommunalwahl von unserer Spitzenkandidatin Dagmar Emig-Mally

Wahlprogramm

Wir Brombachtaler Grüne haben gemeinsam unsere wichtigsten Ziele für die nächste Legislaturperiode erarbeitet und sie in einem Informationsblatt festgehalten, welches wir in den nächsten Tagen an die Bewohner verteilen werden.
Uns ist wichtig, einen roten Faden zu haben, an dem wir uns bei der politischen Arbeit in unserer Gemeinde orientieren können. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, die anvisierten Ziele mit den Bürgern unserer Gemeinde zu erörtern und sie in die Entscheidungen einzubinden. Wir selbst verstehen uns als ein Team, das wie im Mannschaftssport nur gemeinsam zu Erfolgen kommen kann und möchten die Menschen mitnehmen auf dem Weg zur Entscheidungsfindung und nicht über ihre Köpfe hinweg „regieren“.
Wir wünschen uns dazu mit den Bürgern und im Parlament sachbezogene und konstruktive Auseinandersetzungen, die zum Wohl der Gesamtbevölkerung möglichst Menschen- und umweltverträglich verwirklicht werden können. In der Gemeindevertretung möchte ich mit meinen Fraktionskolleg*innen Entscheidungen hinterfragen, den Sinn, die Auswirkungen, Vor- und Nachteile erfragen. Wir verstehen uns als Bürgervertreter die sich einmischen und nicht als solche, die Entscheidungen nur abnicken ohne ihre Meinung in Worten kundzutun.

Statements

Auf unserer Agenda ganz oben steht eine Politik zum „Anfassen“. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Bürger an den Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen, sie im Vorfeld zu informieren. Wenn ich im Privatleben eine Anschaffung mache, möchte ich wissen was sie mich kostet und ob sie meinen Erwartungen entspricht und genauso verhält es sich auch mit Entscheidungen auf kommunaler Ebene. Legen wir den Bürgern, die ihre Steuern, Abgaben und Gebühren leisten, offen, was sie dafür bekommen können. Informieren wir die Menschen darüber, welche Ausgaben anstehen, wo wir finanzielle Unterstützung erhalten können und wo die Planung „aus dem Ruder gelaufen ist“.

Politikverdrossenheit ist angesichts geringer Wahlbeteiligung landauf landab ein Thema. Aber woraus resultiert sie?

Warum sollten sich die Menschen damit zufrieden geben, für einen Zeitraum von 5 Jahren mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel sämtliche Entscheidungen zu billigen, die sich einige „Auserwählte“ ausdenken. Sie möchten einbezogen werden, mitwirken und sich in den Entscheidungen wiederfinden.
Habe ich als Bürger Fragen an die Verwaltung, erwarte ich uneingeschränkt kundenorientiertes Verhalten und eine kompetente Auskunft und Hilfestellung. Der Verwaltungschef sollte seine Mitarbeiter dazu befähigen und in die Pflicht nehmen.
Neubürger, und damit meine ich jeden, der sich für ein Leben in unserer Gemeinde entscheidet, sollten das Gefühl haben, willkommen zu sein. Die Politik kann die Weichen stellen für ein wohlwollendes Zusammenleben aller Menschen.

Im sozialen Bereich liegt uns eine verlässliche und bezahlbare Betreuung für Kinder in der Schule und den Kindertagesstätten am Herzen. Auf dem Land ist die Vereinbarung von Familie und Beruf eine besondere Herausforderung und für die Familien mit hohen Kosten verbunden. Deshalb möchten wir die Betreuung – auch in Ferienzeiten – so gestalten, dass die Familien entlastet werden. Generationsübergreifende Angebote sollen geschaffen und ausgebaut werden. Gemeinsam können wir unsere Stärken im ländlichen Raum entfalten, das Leben lebens- und liebenswert machen und damit die Attraktivität unserer Gemeinschaft stärken. Unsere Dorfgemeinschaftshäuser können intensiver genutzt werden. Sie wurden mit vielen Steuergeldern errichtet und renoviert und stehen doch viel zu oft leer. Ich möchte die Sozialarbeit in Brombachtal intensivieren. Wir wollen erreichen , dass die Menschen stärker in Kontakt treten können, Projekte für die Jugendlichen, Treffpunkte für Jung und Alt, da gibt es viele Ideen und Wünsche. Wir haben ein reges Vereinsleben, das wir fördern möchten, wir denken aber auch an Menschen, die sich nicht dauerhaft einer bestimmten Gruppierung anschließen möchten.

Ein großes Manko in Brombachtal ist bislang die unzureichende und oft zeitraubende Anbindung an die Zentren im Odenwald, insbesondere Bad König, Michelstadt und Erbach. Tagtäglich sind wir auf Fahrten dorthin angewiesen, sei es z.B. zum Arbeiten, für den Einkauf oder zum Arzt- oder Krankenhausbesuch. Der öffentliche Personennahverkehr bedarf der Verbesserung.
Innerorts ist dringend eine Verkehrsberuhigung einzurichten und der ruhende Verkehr so zu organisieren, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit Rettungsfahrzeuge ungehindert ihr Ziel erreichen können und der Verkehr so zwar beruhigt wird aber fließend bleibt.

Auf der finanziellen Seite sehen wir Einsparungsmöglichkeit durch die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden. Das kann sowohl den Maschinenpark als auch Verwaltungsaufgaben betreffen. Für die Kostenkalkulation von Leistungen der Bauhofmitarbeiter oder die ordnungsgemäße Ausschreibung von Aufträgen braucht es in den meisten Fällen keine kostspielige externe Beratung. Oft würde ein Gespräch mit dem Amtskollegen oder das Vertrauen in die Qualifikation der Mitarbeiter ausreichen. Den Einnahmen sinnvolle, nachhaltige und dem Gemeinwohl nützliche Investitionen gegenüber zu stellen und Ausschreibungen offen zu gestalten muss unser Ziel sein.